Kickstart für Design Thinking in NGO´s

Das Jahr ist frisch und so auch die Temperaturen in Hamburg. Die Delegation aus 23 Vertretern aus NGO´s der Friedrich Naumann Stiftung. aus unterschiedlichen Nationen. Unsere internationalen Gäste wollten sich intensiv mit dem Thema „Stakeholdermapping“ vertraut zu machen. Ein Kernthema im Design Thinking, um einen Überblick zu bekommen, wer in die zu betrachtende Zielgruppe fällt und wie man den ersten Schritt in die Beobachtung startet. Diese ersten beiden Phasen des Design Thinking Prozesses nahmen wir als Auftakt für den zwei Stündigen Workshop.

Eines hatten die unterschiedlichen Vertreter gemein, sie konnten sich gut in Organisationen hineinversetzen, die sich für das Allgemeinwohl einsetzen. Wir suchten also ein Beispiel aus, welches für alle nachvollziehbar und übertragbar ist.

Um konkret werden zu können benötigten wir eine fiktive Design Challenge: Greenpeace möchte in den Bildungsmarkt stärker einsteigen und für Schüler ein LernKit entwickeln. Dies soll im Unterricht von Lehrern eingesetzt werden, um Umweltthemen stärker im Unterricht zu integrieren.

Die Teilnehmer schafften in nur 2 Stunden den Einstieg ins Design Thinking mit Hochleistung und viel Spaß. Motiviert und mit voller Konzentration durchschritten sie in interaktiven Übungen die ersten 2 Phasen (Verstehen & Beobachten) im Design Thinking Prozess.

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#1 Die Markenwahrnehmung: Durchdringen der Werte der Marke und Erfassen der äußeren Darstellung und der daraus resultierenden Empfindungen der Betrachter.

Wofür steht Greenpeace aktuell? Woher begründen sich die Werte? Was bedeutet das im Kontext der Schule und der Umwelt der Schüler? Wie stellt sich die Marke im Alltag dar? Was verbindet man damit?

#2 Stakeholder Mapping: Die Darstellung der am Prozess Beteiligten und ihre Beziehung untereinander.

Welche Stakeholder sind im Umfeld der Aufgabenstellung zu betrachten? Welche Personen, Institutionen haben Einfluss auf das Leben und Arbeiten in der Schule? Wie lassen sich diese Stakeholder einordnen und wie stehen sie zueinander in Beziehung?

 #3 Empathy Map (Alternative zur Beobachtung): Das Hineinfühlen in die am Prozess Beteiligten, um ihre Bedürfnisse und Motivationen nachvollziehen zu können.

Die Schüler und Lehrer sind nicht die einzigen Beteiligten, um das Projekt zum Gelingen zu bringen. Was geht in Schülern vor, die von den Eltern keinen Blick für ihre Umwelt gelernt bekommen? Welche Bedürfnisse haben Schulbehörden? Was motiviert überlastete Lehrer mit ihren Schülern diese Themen zu bearbeiten?

#Präsentation der Ergebnisse: Die Eingrenzung der notwendigen Stakeholder für die Design Challenge sowie Hypothesen zur Beobachtung konnten erstellt werden.

Die ersten zwei Phasen des Design Thinking Prozess wurden in Form von Collagen und visualisierten Boards in großer Runde gegenseitig präsentiert.

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#Learnings der Teilnehmer:

  1. Das sich diese Herangehensweise so schnell mit einfachen Übungen auf das eigene Team übertragen lässt.
  2. Das die Empathy Map es ermöglicht sich schnell in andere Sichtweisen hineinfühlen zu können.
  3. Die positive Überraschung, dass so viele Ergebnisse in so kurzer Zeit entstanden.
  4. Durch die systematische Arbeit, so viel Inspiration erlangt zu haben, dass ein großer Drang besteht, nun schnellst möglich in die Ideengenerierung zu gehen.
  5. Durch die interaktiven Übungen und die starke Visualisierung wurden selbst Sprachbarrieren aufgebrochen.

Neben den inhaltlichen Learnings, gab es noch ein paar Erkenntnisse zur Art der Workshopgestaltung:

Vielen Dank für die spannenden Stunden und viel Erfolg mit den eigenen Projekten!

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